Autorin

 

 … in Stichworten

 Geboren 1977 in Bonn

Seit 1980 in Aurich/ Ostfriesland

 Von der ZVS 1996 nach Marburg geschickt

 Studium an der Philipps-Universität

drei Semester Medizin

viel Geschichte und Klassische Philologie

ein wenig Mittelalterliche Philologie

ein wenig Vor- und Frühgeschichte und Archäologie

ein wenig Pädagogik

zwei Semester an der Paris IV Sorbonne

 2004 Erstes Staatsexamen, Referendariat, 2007 Zweites Staatsexamen

Lehrerin für Latein und Geschichte an einem Gymnasium in Marburg

eine quirlige Tochter

 

 

Schreiben, denken, phantasieren …

Schuld ist … meine Mutter, die mir immer Robin-Hood-Geschichten zum Einschlafen erzählt hat? Die Erklärung wäre vermutlich zu einfach, aber irgendwoher muss das Interesse für alles Vergangene, Mythische und Phantastische ja kommen. Es waren nicht die monströsen Kleider magersüchtiger Barbiepuppen oder der Glitzer  schweinchenrosa Puppenhäuser, die mich in Verzückung versetzt haben, sondern die Geschichten um Ritter und Piraten, Drachen und vergessene Welten, in denen ich mich als Kind viel zu gerne verloren habe. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ich unaufhörlich die elterlichen Regale nach historischen Romanen durchforstet habe und bereits mit acht Jahren anfing, Fantasy-Rollenspiele zu spielen. Drachen, Dramen und Geschichten selbst gestalten und erleben.

Mein erster Romanversuch erfolgte mit Siebzehn. Es war ein Rollenspielabenteuer, das mich nicht losgelassen hat und das ich unbedingt verschriftlichen musste. Am Ende hatte ich etwa hundert Seiten, und es war noch kein Ende in Sicht. Hoffnungsvoller Anfang, im Sande verlaufen.

Im Studium konnte ich mich in ein Seminar Kreatives Schreiben schmuggeln, das eigentlich für Germanisten gedacht war. Ergebnis war meine erste Publikation, die Kurzgeschichte Ultima Aetas in der Anthologie Zeitenwende.

Danach ließ mich das Schreiben nicht mehr los. Ein Autorenwettbewerb 2001 ermöglichte mir die Mitarbeit an dem Fantasy-Rollenspiel Das Schwarze Auge, für das ich in den folgenden Jahren eine ganze Reihe von Texten schrieb. 2004 erschienen in diesem Rahmen die Romane Spielsteine der Götter und Rabengeflüster.

2010 folgte dann mein erster historischer Roman Der Bernsteinbund, eine Familiensaga zur Hansezeit.

 Schreiben ist für mich Entspannung und Stress zugleich. Ich liebe es zu formulieren, Geschichten und Figuren zu schaffen, Plotprobleme mit Freunden zu diskutieren, eine vergangene Welt zum Leben zu erwecken. Und gleichzeitig ist es immer eine Gratwanderung, den Spaß daran zu wahren und sich nicht vom eigenen Perfektionismus den Griffel aus der Hand reißen zu lassen.

Schreiben ist Arbeit – aber die schönste, die ich mir vorstellen kann.

 

 

Interview Histo-Couch

Kriminetz „Sieben Fragen an Heike Wolf“