In den Dschungeln Meridianas

 

Fantasy Productions (2004)

 

Klappentext:

In kaum einer Region Aventuriens liegen Gedeih und Verderb, Reichtum und Ruin so nahe beieinander wie in den Ländern südlich der einstigen Kaiser-Debrekl-Linie: dem ehemaligen Vizekönigreich Meridiana. Hier ist die Heimat der verschiedenen Stämme der Waldmenschen mit all ihren Kräutergeheimnissen und Tabuzonen, hier fechten schurkische Piraten und tapfere Kauffahrer auf den endlosen Meeren, hier ruhen echsische Geheimnisse aus grauer Vorzeit halb überwuchert in den unbarmherzigen Dschungeln. Vor allem aber ist dies die Region, die von Al’Anfa dominiert wird, der zweitgrößten Stadt Aventuriens, die von den einen die Perle, von anderen die Pestbeule des Südens genannt wird: Sklaven, Gewürze und Edelsteine haben die Stadt zu unermesslichen Reichtum aufsteigen lassen, Seuchen haben ihre Einwohner oft dezimiert und wohl nirgendwo findet man Hochkultur und Dekadenz so vereint wie in der Metropole, die dem Totengott Boron als dem Fürsten der Götter zu Füßen liegt.

Aber Al’Anfas Anspruch auf Südaventurien ist nicht unangefochten, und die Konkurrenten Brabak, Sylla und das Kemi-Reich warten nur auf einen Fehltritt der Granden, um ihren Anteil an Reichtum und Ruhm zu vergrößern.

 

Persönliches:

Seit dem Erscheinen der ersten Al’Anfa-Spielhilfe 1994 war es mein Traum, eines Tages etwas Offizielles für die Schwarze Perle schreiben zu dürfen. Die Gelegenheit bot sich, als Anfang 2003 die Arbeiten an der ersten Spielhilfe der neuen grünen Reihe begann, die den tiefen Süden zum Thema haben sollte. Da ich mit den Handelsfürsten und Wüstenkriegern meine grundsätzliche Fähigkeit, gerade Sätze zu Papier zu bringen, unter Beweis gestellt hatte, ließ ich nicht locker, bis ich mitschreiben durfte.

Die Spielhilfe In den Dschungeln Meridianas stellt zweifellos meine umfangreichste Arbeit für die Welt des Schwarzen Auges dar (mit Ausnahme von Rabenblut). Zwei Monate hockte ich fast ausschließlich vor dem PC, den Rollladen unten und die Füße in einer Wasserschüssel, um die Hitze auszuhalten (es war der heiße Sommer 2003, der echtes Dschungelfeeling aufkommen ließ). Ich habe mich dabei vor allem um die Stadt Al’Anfa gekümmert, zusammen mit Anja Jäcke und Alex Wichert, die ich über die Arbeit an der Spielhilfe kennen und als Freunde schätzen gelernt habe (woraus die Idee zu dem Roman Rabengeflüster entstanden ist). Wir hatten ungemein viel Spaß bei der Arbeit, hitzige Diskussionen und tolle Einfälle, die wir gesammelt und „für später“ aufgehoben haben. Einige dieser Ideen haben sogar überlebt und sind jetzt wieder in Rabenblut eingeflossen.

Neben Anja Jäcke und Alex Wichert habe ich bei der Arbeit an Meridiana auch Frank Bartels kennengelernt, mit dem ich seitdem eng zusammengearbeitet habe.