Der Bernsteinbund

 

 

Aufbau, Juni 2010

654 Seiten, ISBN 3746626099

 

Ein Familienepos um Liebe und Verrat

 Bremen 1362: Die Hanse erlebt ihre Blütezeit. Macht ist vor allem eine Frage des Geldes, und so giert auch der ehrgeizige Kaufmann Lambrech Suterman nach Reichtum und Einfluss. Seine Söhne aber – der Erbe Henric und Daniel, ein junger Arzt im Dienste der Kirche – wollen die Intrigen des Vaters nicht mitmachen. Doch dann heiratet der Ältere ausgerechnet die Frau, die der Jüngere liebt …

 Mitte des 14. Jahrhunderts ist die Hanse auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Einflussreiche „Pfeffersäcke“ beherrschen die Seewege und Städte an Nord- und Ostsee. Macht hat, wer Geld hat, und so strebt auch der ehrgeizige und intrigante Lambrech Suterman, Verwalter des mächtigen Bremer Handelshauses Grootehus, nach Höherem – dem Patriziat und einem Sitz im Rat der Stadt. Dass er dazu das riskante Geschäft mit dem Bernstein wählt, passt nur zu gut ins Bild.

 Henric, der zurückhaltende ältere Sohn und Erbe, will die Intrigen des Vaters nicht länger mitansehen. Der jüngere Sohn Daniel wendet sich als Arzt im Dienste der Kirche von der Familie ab. Einst hat die Mutter die Brüder auf ein Bernsteinamulett die Treue schwören lassen. Der Vater aber ist in seinem Machtstreben längst bereit, das Glück der Kinder zu opfern. Doch als er für Henric ausgerechnet die Frau auswählt, die Daniel liebt, bindet er die Brüder unweigerlich nur umso fester aneinander …

 Ein intriganter Patriarch, eine Liebe, die nicht sein darf, und ein Bruderkonflikt von biblischer Dimension – Heike Wolf schreibt ein mitreißendes Familienepos mit feinem Gespür für die Dramatik der Hanse-Zeit.

Stimmen:

Histo-Couch

Gießener Zeitung

Leserunde